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Wir stellen vor: Hersteller Jörg de Breuyn und Designer Jannis Ellenberger

Zweiter Teil unserer Blog-Serie „Erfolgreich in den Markt mit dem Kids Design Award“

Jannis Ellenberger und Jörg de BreuynFür sein modulares Möbelsystem für Kinder und Erwachsene wurde Jannis Ellenberger auf der Kind + Jugend 2014 mit dem Kids Design Award ausgezeichnet. In dieser Folge lernen Sie den Designer und sein Konzept kennen sowie den Kindermöbelhersteller Jörg de Breuyn, der die Möbel auf den Markt bringt.

Was macht ein Möbeldesigner, der viele Aufträge hat, aber auch kleine Kinder, die seine Aufmerksamkeit fordern? Den Bremer Jannis Ellenberger brachte diese „Doppelbelastung“ dazu, intensiv über das Zusammenleben von Kindern und Eltern nachzudenken. „Kinder wollen immer dabei sein. Sie lernen durch Beobachtung und Nachahmung. Deshalb halten sie sich am liebsten in der Nähe ihrer Eltern auf“, sagt der Produkt- und Möbeldesigner. „Die strikte Trennung in Wohn- und Kinderzimmer ist daher völlig überholt – zumal der Trend immer mehr zu offenen Wohnräumen geht, die Arbeiten und Leben integrieren.“

Jannis Ellenberger: „Erwachsene“ Möbel für Kinder und Eltern

Wenn Möbel für Kinder ihren festen Platz im Wohnzimmer finden sollen, stellen sich neue Anforderungen an das Design. Jannis Ellenberger, selbst Vater von zwei Kindern, entwickelte dafür ein flexibles modulares System aus Sitz- und Aufbewahrungsmöbeln, das Eltern und Kindern gerecht wird. Sein Konzept wurde auf der Kind + Jugend 2014 mit dem Kids Design Award ausgezeichnet.

„Mein Anspruch ist es, Möbel mit einer klaren, auf das Wesentliche reduzierten Formensprache zu gestalten, die als Kontrast zum hektischen Alltag Geborgenheit vermitteln. Und abgesehen davon, dass die Möbel den Eltern als Käufer gefallen müssen, halte ich es für eine Zumutung, Kindern nur infantile Möbel zu bieten“, so der Designer, der für Hersteller wie CB2, Sudbrock oder Prandina Möbel, Leuchten und Accessoires kreiert.

Sein modulares Möbelsystem ist modern, in schlichtem Design mit hellen Eichenfüßen. Farbige Schranktüren und Sitzpolster sowie offene Kisten für Spielzeug verleihen ihm eine spielerische, kindliche Note. Doch auf allzu knallige Buntheit verzichtet Ellenberger ganz bewusst: „Das lässt Kinder nicht zur Ruhe kommen.“ Dafür setzt der gelernte Tischler, der an der Akademie für Gestaltung in Münster studiert hat, kompromisslos auf Qualität, Funktionalität und Stabilität: „Schließlich gehen Kinder ganz anders mit Möbeln um als Erwachsene. Ein Stuhl ist für sie kein Statussymbol, sondern ein Stuhl – oder der Eingang zu einer Höhle, ein Raumschiff oder ein Kletterberg.“

Jörg de Breuyn: Vom Bildhauer zum internationalen Kindermöbelhersteller

Bei seinen Gestaltungskonzepten geht es Ellenberger immer darum, Funktionalität und Ästhetik in Einklang zu bringen. Dieser Ansatz hat auch Jörg de Breuyn überzeugt: „Die Möbel treffen genau den Bedarf designbewusster Eltern – dafür gibt es definitiv einen Markt.“ Der Kindermöbelhersteller hat die Produktpatenschaft übernommen und bringt Ellenbergers modulares System nun zur Marktreife.

Wie Jannis Ellenberger kam auch Jörg de Breuyn erst zum Kindermöbeldesign, nachdem er selbst Vater geworden war: „Wir hatten ein Kind, aber kein Geld. Und die Möbel, die wir kaufen konnten, haben uns nicht gefallen.“ In seinem Kölner Hinterhof-Atelier baute er 1986 sein erstes Möbelstück: ein Abenteuerbett zum Schlafen, Klettern und Toben, das so großen Anklang fand, dass er in die Möbelherstellung einstieg. „Durch mein Bildhauer-Studium war ich mit den Materialien und handwerklichen Techniken vertraut und ich habe gelernt, schräge Ideen auch dann umzusetzen, wenn alle davon abraten.“

Stück für Stück erweiterten de Breuyn und sein wachsendes Team ihr Programm. Um die boomende Nachfrage nach den langlebigen, flexiblen und schadstofffreien Massivholzmöbeln zu erfüllen, baute er Ende der 90er-Jahre gemeinsam mit einem Partner eine Produktionsstätte in der Tschechischen Republik auf. Heute entwickelt und produziert De Breuyn drei Kindermöbelprogramme, die er in eigenen Geschäften in Köln und Hamburg und bei mehr als 400 Fachhändlern weltweit verkauft.

Bislang realisierte der Vater von drei mittlerweile erwachsenen Kindern fast ausschließlich eigene Entwürfe. Doch um neue Programme für das internationales Geschäft zu entwickeln, arbeitet er seit kurzem verstärkt mit jungen Designern zusammen: „Die sind nah am Markt und wissen als junge Eltern, was gebraucht wird. Jannis Ellenbergers modulares Möbelsystem passt hier perfekt“, so Jörg De Breuyn.

Möbel für Kinder und Erwachsene in einem Look – ist das der aktuelle Megatrend im Markt für Kindermöbel? Welche Lösungen erwarten Verbraucher – und auf welche Entwicklungen müssen sich Hersteller, Händler und Designer einstellen? Über diese Fragen diskutieren Jannis Ellenberger, Jörg De Breuyn und weitere Kindermöbelexperten in der nächsten Folge unseres Blogs. Natürlich sind auch Sie gefragt: Welche Trends sehen Sie? Was zeichnet gutes Kindermöbeldesign Ihrer Meinung nach aus? Schreiben Sie uns. Und folgen Sie uns auf Facebook und Twitter.

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