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Nachhaltigkeit im Kinderzimmer

Nachhaltige Produkte fürs Kind sind gefragt. Immer mehr Eltern achten darauf, dass Möbel, Kleidung und Spielzeuge ihrer Kleinen ökologische, pädagogische und soziale Mindeststandards erfüllen.

Möbel aus nachwachsenden Rohstoffen von momo, Kind + Jugend 2014

Möbel aus nachwachsenden Rohstoffen von momo, Kind + Jugend 2014

Kinder erfassen ihre Umwelt mit allen Sinnen – gerne auch mal mit dem Mund. Kein Wunder also, dass Eltern verstärkt darauf achten, dass Produkte für die Kleinen gesundheitlich unbedenklich sind. Und nicht nur das: Auch eine umweltschonende Produktion sowie soziale und pädagogische Nachhaltigkeit gewinnen als Kaufkriterien zunehmend an Bedeutung. Wegwerfartikel sind out – hoch im Kurs stehen dagegen etwa Möbel, Kleidung, Spielzeug und Zubehör aus nachwachsenden Rohstoffen oder Recycling-Materialien, die unter ökologisch und sozial akzeptablen Bedingungen angebaut, gefertigt, transportiert, gehandelt und entsorgt werden. Außerdem sollen sie kindgerecht gestaltet und so stabil und strapazierfähig sein, dass sie auch noch für jüngere Geschwisterkinder verwendet werden können. Bei Spielzeugen achten Eltern zudem immer stärker auf den pädagogischen Wert. Die neuen Anforderungen stellen Hersteller und Händler vor einige Herausforderungen, bieten aber auch attraktive Geschäftschancen.

Neue Chancen für Hersteller und Händler

Konsequent auf schadstofffreie Recycling-Materialien und Biobaumwolle sowie auf eine umweltgerechte Produktion setzt Lässig aus Babenhausen bei Aschaffenburg. Der Hersteller origineller und praktischer Design-Wickeltaschen unterstützt verschiedene ökologische und soziale Projekte und hat gemeinsam mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) ein Öko-Sponsoring-Projekt ins Leben gerufen: Für jede verkaufte „Charity-Tasche“ pflanzt das Unternehmen einen Baum – dabei ist mittlerweile schon ein kleiner Wald mit mehr als 9.700 Bäumen zusammengekommen.

Eine ähnliche Aktion hat Joolz gestartet: Für jedes Baby, für das ein Joolz-Kinderwagen angeschafft wird, wird ein Baum gepflanzt. Wiederverwertbare Verpackungen hat Joolz bereits seit längerem im Programm. Für seine Serie Day Sense verwendet das Unternehmen ausschließlich Bio-Baumwolle, langlebiges Recycling-Polyester sowie Hanfgarne, die gegen Schimmel und UV-Licht beständig sind. Die Kinderwagen des Herstellers berücksichtigen bei der ergonomischen Gestaltung die Anatomie und die Bewegungsabläufe von Eltern und Kindern.

Das sind nur zwei Unternehmen, die erfolgreich nachhaltige Produkte für Kinder und Eltern herstellen. Weitere Beispiele für nachhaltiges Kids-Design finden Sie auf der Kind + Jugend 2015. Einen kleinen Vorgeschmack bietet der lesenswerte Blogbeitrag von „Lohamum“ Nadine Nentwig, die über ihre Entdeckungen auf der letztjährigen Messe schreibt – zum Beispiel das „Öko-Puppenhaus“ von PlanToys aus Holz mit umweltgerechter Ausstattung wie Windturbine und Solarpanel, das Kindern spielerisch vermittelt, wie nachhaltiges Leben aussieht. Oder die Korkspielzeuge von Korxx, die nicht nur langlebig und umweltverträglich sind, sondern auch – praktisch für Kinder und Eltern – federleichte und leise Spielfreude bringen.

Wie wichtig ist nachhaltiges Design für Sie? Fragen Ihre Kunden häufiger danach oder haben Sie den Eindruck, dass dies beim Verbraucher noch keine hohe Relevanz besitzt? Wir freuen uns auf ihre Kommentare und Diskussionsbeiträge!

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