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Das Kinderzimmer wird digital

Die Digitalisierung erobert das Kinderzimmer. Gefragt sind nicht nur elektronische Spielzeuge, sondern auch digitale Tools und Online-Helfer für sicherheitsbewusste Eltern.

Kind + Jugend 2014, 4moms™, mamaRoo Kindersitze

Kind + Jugend 2014, 4moms™, mamaRoo Kindersitze

Kaum aus dem Gröbsten raus – und schon mitten in der digitalen Welt. Längst verbringen nicht nur Teenager, sondern auch immer jüngere Kinder bis hin zu den Kleinsten ihre Zeit mit Smartphones, Tablets oder am PC. 55 Prozent der Achtjährigen sind regelmäßig online; unter den Sechsjährigen nutzen 28 Prozent das Internet, bei den Dreijährigen sind es immerhin elf Prozent. Tendenz steigend – so eine Studie, die das Deutsche Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DVSI) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt hat. Die Lieblingsbeschäftigung der Kids im Netz: ganz klar spielen – das haben 89 Prozent der befragten Drei- bis Achtjährigen angegeben.

Spielwarenhersteller haben diesen Trend erkannt – und bieten neben klassischem Spielzeug immer mehr Digital-Toys oder hybride Spiele, die analoge und digitale Elemente verknüpfen, zum Beispiel Autos, die per Tablet oder Smartphone gesteuert werden. Der Spielehersteller Ravensburger hat mit tiptoi® ein interaktives audio-digitales Lernsystem für Vier- bis Siebenjährige entwickelt. Tippen die Kinder mit dem tiptoi-Stift auf spezielle Bücher und Spiele, werden diese lebendig: Die kleinen Nutzer bekommen Geschichten vorgelesen oder können spannende Rätsel lösen – so werden sie spielerisch auf digitale Medien vorbereitet.

Doch nicht nur digitale Spielzeuge erobern das Kinderzimmer, die Digitalisierung eröffnet auch besorgten Eltern neue Möglichkeiten, Wohlergehen und Treiben ihrer Sprösslinge zu überwachen. Analoge Babyfone waren gestern. Heute behalten Eltern ihren Nachwuchs mit digitalen Baby-Monitoren via Internet im Auge. Noch mehr Möglichkeiten und Funktionen bietet das snu:mee von rock2sleep: Es vereint Babyfon, MP3-Player und Spieluhr in einem Gerät, das via WLAN mit dem elterlichen Smartphone verbunden und per App gesteuert wird. Über eine Playlist singt das Gerät die Kleinen sogar in den Schlaf. Ähnlich arbeitet z.B. der mamaRoo Kindersitz von 4moms™, der sich durch elektronische Unterstützung genauso bewegt, wie Eltern es tun, um ihre Babys zu beruhigen. Mit Smartphone oder Tablet können über die 4moms App verschiedenen Bewegungen gesteuert werden; eingebaute Klänge und ein MP3-Anschluss sorgen für die musikalische Unterhaltung.

Einige Funkbabyfone und Baby-Monitore arbeiten allerdings mit DECT-Technik, die nonstop mit gepulsten Mikrowellen sendet. Diese Geräte stehen im Verdacht Elektrosmog zu erzeugen. Mittlerweile gibt es jedoch Hersteller wie zum Beispiel Babymoov, die auf DECT-Mikrowellen und Dauerfunk verzichten. Babymoovs Video-Babyfon für IOS und Android etwa verursacht keinerlei Funkwellenemissionen. Dafür wurde das Gerät auf der vergangenen Kind + Jugend mit dem Innovation Award 2014 ausgezeichnet.

Als digitale Erziehungsunterstützung bieten immer mehr Anbieter auch spezielle Apps für Eltern, die mit einem breiten Spektrum an Informationen, Spielideen und Tipps aufwarten: von Ratgebern rund um das erste Lebensjahr, über Erste Hilfe-Tipps bei Vergiftungen und Hausmittel bei kleinen Wehwehchen bis hin zu cleveren Spielideen.

Fazit: Der Trend zur Digitalisierung im Kinderzimmer ist nicht mehr aufzuhalten. Auch auf der Kind + Jugend 2015 gehören digitale Produkte für Kinder und Eltern zu den Mega-Trends – sichern Sie sich also schnellstmöglich ihr Ticket, um nichts zu verpassen!

Eine Antwort zu “Das Kinderzimmer wird digital”

  1. Mali Born sagt:

    Mir ist das ganze Digitalisierungs-Futurismus-Geschreibsel zu hoch! Dabei ist das doch nicht gut für das Kind und damit meine ich nicht die Augen, sondern die DIGITALE DEMENZ.

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