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Anerkannt nachhaltig: Auf diese Siegel achten Eltern

Nachhaltige Produkte für Kinder liegen im Trend. Das eröffnet Produzenten und Händlern gute Geschäftschancen. Vorausgesetzt, anerkannte Labels oder Zertifizierungen bescheinigen die Einhaltung hoher ökologischer und sozialer Standards.

 

Foto: Engel, Pfullingen

Bio-Gemüse, Naturholz-Möbel, fair produzierte Spielzeuge: Wenn es um den Nachwuchs geht, achten Eltern auf Qualität, gesundheitliche Unbedenklichkeit – und zunehmend auch auf ökologische und soziale Nachhaltigkeit. Nahrungsmittel, Möbel, Spielzeug sowie Pflegeprodukte und Kleidung sollen aus natürlichen Rohstoffen bestehen, umweltgerecht und ressourcenschonend unter Einhaltung sozialer Standards gefertigt und fair gehandelt sein.

Für Hersteller von Produkten für Babys und Kinder bedeutet das Chance und Herausforderung zugleich: Chancen, weil das Geschäft mit der Nachhaltigkeit boomt. Immer mehr Verbraucher sind bereit, für nachhaltige Produkte mehr Geld auszugeben – vor allem, wenn es um das Wohl ihrer Sprösslinge geht. Doch dabei wollen sie auf „Nummer sicher“ gehen und orientieren sich beim Kauf an Prüfsiegeln und Zertifizierungen, die die Einhaltung ökologischer und ethischer Standards bescheinigen. Hier einige Beispiele:

  • Produktübergreifende Labels:
    • Blauer Engel“ für umweltverträgliche Produkte und Dienstleistungen
    • Fair Trade“ für fair gehandelte Produkte
  • Möbel, Einrichtung, Spielzeug:
    • FSC-Label für Möbel und Holzprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft
    • Goodweave-Zertifikat für Teppiche ohne Kinderarbeit
    • Fair spielt“ für faire Bedingungen in der Spielzeugherstellung
  • Kleidung, Textilien:
  • Pflegeprodukte:
    • BDIH für kontrollierte Naturkosmetik
  • Nahrungsmittel:

Genau darin liegt die Herausforderung. Um eines der begehrten Nachhaltigkeitslabels für ihre Produkte zu erlangen, müssen Hersteller ihre gesamte Wertschöpfungs-, Prozess- und Lieferkette auf den Prüfstand stellen: von der Beschaffung der Rohstoffe, über Produktion und Verarbeitung – bis hin zu Verpackung und Vertrieb. Als Händler ist man gefordert, sein Sortiment und den Transport bzw. Versand der Waren nachhaltig aufzustellen. In der Kommunikation mit Verbrauchern sind Ehrlichkeit und maximale Transparenz unverzichtbar. Das verursacht Aufwand und Kosten, lohnt sich aber. Denn wer mit nachhaltigen Produkten gute Geschäfte machen möchte, braucht das Vertrauen der Verbraucher.

 

Foto: Engel, Pfullingen

Wie das gelingt, zeigen exemplarisch die Textilhersteller Grünspecht und Engel Naturtextilien. Beide Unternehmen fertigen Wäsche und Bekleidung für Babys und Kinder aus natürlichen Rohstoffen und wurden für ihre hohen ökologischen und sozialen Maßstäbe mit dem Zertifikat des Global Organic Textile Standard ausgezeichnet. Insbesondere Engel listet auf seiner Website detailliert auf, welche Rohstoffe verwendet werden. Ebenso ausführlich dokumentiert der Kölner Kindermöbelhersteller De Breuyn sein Nachhaltigkeitsengagement. Das Unternehmen erstellt regelmäßig einen CO₂- und einen Nachhaltigkeitsbericht. Die Hölzer für die Möbel sind FSC-zertifiziert. Weitere Zertifikate bescheinigen die Schadstofffreiheit der Produkte, Verpackungsrecycling und die Nutzung von Ökostrom. Das schafft Vertrauen.

Wie wichtig ist das Thema Nachhaltigkeit für Sie? Welche Erfahrungen haben Sie mit Produktlabels und Zertifizierungen gemacht? Hat sich der Aufwand für Sie gelohnt? Und was raten Sie Unternehmen, die sich nachhaltiger aufstellen möchten? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare und Diskussionsbeiträge.

 

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