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Messe-Rückblick: Bitte dringend nachmachen – ein Gastbeitrag von K.U.L.T.OBJEKT

Kind + Jugend 2017, Stand Alondra

Kind + Jugend 2017, Stand Alondra

„Ist das süß!“ – Der übliche spontane Impuls beim Anblick vieler Produkte rund ums Kind überkommt nicht nur Eltern und werdende Eltern, sondern ist eine ganz unwillkürliche menschliche Reaktion. Nur: Warum wird genau diese Reaktion so wenig am PoS für den Verkauf für Kindersachen genutzt? Fragt sich Jens Fischer, CEO K.U.L.T.OBJEKT Marken- und Erlebnisarchitektur.

Die Kind + Jugend liegt hinter uns und mit ihr eine Leistungsschau von Produktwelten, die emotionaler nicht sein könnten. Baby-Lätzchen und Kinderbettchen sind an sich ja meist schon putzig. Die Kundschaft – Mütter, Eltern, werdende Eltern, werdende und gewordene Großeltern – befinden sich obendrein in einer hochemotionalen Phase, vielleicht einer der bewegtesten Gemütszustände ihres Lebens überhaupt. Statt diese Ausnahmephase am PoS ganz bewusst zu provozieren, werden sie dort allzu oft auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeholt. Statt die emotionalen Höhenflüge beim Shopping im Kinderladen auf die Spitze zu treiben, wird meist eine unsanfte Landung im Hier und Heute herbeigezwungen: Das Marketing im Kinderzubehör-Markt spricht allzu oft nur und ausschließlich die Vernunft an, von fantasievollem, anregendem Storytelling meist keine Spur. Dabei machen viele Herstellermarken und Lieferanten ihren Handelspartnern vor, wie Storytelling durch emotionale Wareninszenierung geht. Das hat die vergangene Kind + Jugend mit ihren über 1.000 Ausstellern eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Grandiose Produkte mit hohem technischen, qualitativen und gestalterischen Anspruch wurden so dargestellt, dass sich bei ihrem Anblick das Kopfkino des Besuchers unweigerlich in Gang setzt. „Ist das süüß!“ ist auch uns nicht nur einmal über die Lippen gekommen. – Das ist der Moment, bei dem das emotionale Ego des Kunden das Ruder übernimmt. Der Moment, in dem die Vernunft aus- und der Will-haben-Effekt einsetzt. Der Moment, in dem der Kunde sein Portemonnaie voller Freude und ohne Reue öffnet, weil er seinem Kind und vor allem sich selber ein Stück Glück schenkt. Der Einzelhandel sollte Auge und Herz trainieren, um seine eigene Sensibilität für die emotionale Seite seiner Sortimente zu erhöhen. Als stimulierende Trainingseinheit haben wir hier besonders gelungen inszenierte Produktwelten in einer Bildergalerie zusammengetragen.

www.kultobjekt.com

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