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Retro-Schränke für Hightech-Spielzeug

Alvi Kinderbett Jens – © Alvi

Die Digitalisierung hat längst die Kinderwelt erobert: Elektronische Spielzeuge und digitale Schutzengel verwandeln Kinderzimmer in Smart Rooms. Doch drumherum herrscht Nostalgie: Mit Möbeln im Vintage-Look, rosa Tapeten für Mädchen und blauer Bettwäsche für Jungs.

Roboterbaukästen, animierte Teddybären, 3D-Entertainment – digitale Spielzeuge werden immer beliebter. Doch wohin verschwinden die smarten Toys am Abend? Zum Beispiel gerne in Vintage-Kommoden und Schränken, die aussehen wie aus Großmutters Zeiten. Und ihre kleinen Besitzer werden sanft in Kinderbetten wie „Jens“ von Alvi im Sixties-Stil oder in den Babsi Stubenwagen von Schardt mit kleinen Schäfchen und einem verträumten Himmel gebettet. Ebenfalls begehrt sind Möbelstücke in skandinavischem Design und Naturoptik, wie sie beispielsweise Geuther und der spanische Hersteller Nobodinoz anbieten.

Während bei Spielzeugen Hightech auf dem Vormarsch ist, setzen Eltern beim Kinderzimmermobiliar auf Natur und Retro-Charme. „Eltern wollen ihre Kleinen beschützen und ihnen Geborgenheit geben: Verträumte Einrichtungen mit Möbeln in verspielten Formen und sanften warmen Farben vermitteln Sicherheit. Sie kreieren einen Rückzugsort als Gegensatz zur gefährlichen Außenwelt“, erklärt Ursula Geismann, Trendanalystin des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie die neue Romantik im Kinderzimmer.

Bambino Sitzbank von Geuther – © Geuther

Sanfte Pastelltöne für harmonische Nostalgie-Zimmer

Das Bedürfnis nach Geborgenheit und Harmonie wird auch bei der Farbwahl fürs Kinderzimmer deutlich: Knallbunt ist out. Dafür erfreuen sich neben dem Dauerbrenner Weiß auch Naturtöne und vor allem sanfte Pastellfarben wachsender Beliebtheit. Woran das liegt? Wenn es um ihre Kinder geht, sind Eltern möglicherweise etwas konservativer als in anderen Belangen des Lebens, vermuten Experten wie Ursula Geismann.

Vielleicht ist eine eher konservative Haltung, die Langlebigkeit und Solidität wertschätzt, auch der Grund, dass Eltern für ihre Sprösslinge immer häufiger hochwertige und zeitlose Echtholzmöbel wählen, die nach ihrer Zeit im Kinderzimmer in einer anderen Funktion zu neuen Ehren kommen. So wandert beispielsweise die Wickelkommode Pan von Pinolino ohne den abnehmbaren Aufsatz in den Flur, wenn das Kind aus den Windeln heraus ist, und beherbergt fortan Schals und Schirme.

Dazu passt auch der seit Jahren anhaltende Trend zu multifunktionalen und mitwachsenden Möbeln, wie etwa die Bambino Sitzbank von Geuther, die auch als Truhe dient. Der Kölner Tischler Jörg Bünger hat rund um seine höhenverstellbaren Hocker robhoc ein modulares System entwickelt, das die Sitzmöbel in Ritterburgen, Rutschbahnen und andere Spielmöbel verwandelt, die Fantasie ebenso fördern wie Beweglichkeit.

Tipi Phoenix – Nobodinoz

Übrigens: Wer viel in sozialen Medien unterwegs ist, kennt vielleicht auch diesen Retro-Trend schon: mit (Kunst-)Fellen und Plüschtieren ausgelegte Tipis, die für die Kleinen zu gemütlichen Kuschel-Höhlen werden.

 

Folgen Ihre Kunden auch dem Retro-Trend fürs Kinderzimmer? Welche Möbel wählen sie? Und bevorzugen sie tatsächlich Rosa für Mädchen und Blau für Jungs? Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit uns!

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